Success stories

Xsensio: Das Start-up aus Lausanne hat sich von Anfang an auf die Weltbühne gewagt

Xsensio SA entwickelt die Lab-on-Skintm Sensorplattform, ein ultrasensibles Nanolabor, das direkt an der Haut Biomarker in Körperflüssigkeiten erkennt. Die Technologie kann mittels Patch oder über jedes andere «Wearable» eingesetzt werden. Ein Gespräch mit Esmeralda Megally, Mitgründerin und CEO von Xsensio.

ESMERALDA MEGALLY, XSENSIO

Worin unterscheidet sich Ihr Produkt?

Die Wearables von heute verfügen alle schon über Sensoren, die Informationen über die körperliche Aktivität des Nutzers sammeln: Schrittzahl, Art der Bewegung, Herzrhythmus; um diese Art der Sensoren hat sich in den letzten Jahren ein ganzes Ökosystem entwickelt. Wir von Xsensio entwickeln Sensoren, die kontinuierlich biochemische Informationen sammeln, die Aufschluss über die Gesundheit und das Wohlergehen des Benutzers geben.

Wer sind Ihre potenziellen Kunden?

Alle Unternehmen, die die von ihnen entwickelten Produkte oder Dienstleistungen verbessern wollen, indem sie Gesundheit und Wohlergehen ihrer Nutzer kontinuierlich überwachen. Es sind Pharmaunternehmen, Hersteller von Wearables und Medtechs, die an unserer Technologie interessiert sein könnten. Unser Patch mit einem Miniatur-Chip kann in ein Medizin-, Wellness- oder Sportprodukt integriert werden. In Zukunft auch in vernetzte Lösungen wie Smartwatches.  

Wie weit ist Xsensio heute, was die Vermarktung angeht?

Wir werden unser erstes Produkt im nächsten Jahr auf den Markt bringen und arbeiten derzeit gemeinsam mit verschiedenen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen an der Entwicklung von Lösungen.

Sie haben Ihre Technologie gemeinsam mit S-GE auf der CES in Las Vegas vorgestellt. Was haben Sie daraus mitgenommen?

Wir haben im Schweizer Pavilion ausgestellt, der von S-GE organisiert wurde. Das hat uns die Möglichkeit geboten, unsere Technologie gut sichtbar zu präsentieren und auf diese Weise die Aufmerksamkeit einer grossen Zahl von Besuchern zu gewinnen. Viele grosse Konzerne haben uns an unserem Stand besucht, angezogen vom Label Swisstech. Wir konnten im Besprechungsbereich des SWISS Pavilion auch lange Gespräche mit verschiedenen Unternehmen führen.   

Herzlichen Glückwunsch zum Preis, der Ihnen im Rahmen der CES verliehen wurde. Können Sie uns mehr darüber erzählen?

Wir sind sehr stolz darauf, dass wir mit einem Preis in der Kategorie «Wearables» ausgezeichnet wurden, dem CES Innovation Award. Wir stehen in Kontakt mit vielen Pharmakonzernen, die sehr an dem interessiert sind, was wir tun, denn unsere Technologie ermöglicht es ihnen, Gesundheitsdaten zu sammeln, die bisher weder erfasst noch ausgewertet oder genutzt werden konnten. Anders als bei Bluttests, die nur eine Momentaufnahme darstellen, kann unsere Lösung die Entwicklung unterschiedlicher Biomarker kontinuierlich überwachen.  

 

Welchen Rat würden Sie anderen Start-ups für ihre internationale Expansion geben?

Auf Messen zu gehen. Zunächst einmal, um zu sehen, was auf internationaler Ebene vor sich geht, welche Entwicklungen es gibt, aber auch, um ein Feedback vom Markt zu bekommen und Präsenz zu zeigen. Das birgt durchaus ein Risiko, weil man zeigt, was man macht, andererseits ist es aber auch sehr hilfreich, das Feedback des Marktes zu bekommen, um die richtigen Funktionalitäten entwickeln zu können. Es ist immer gut, sich auch schon sehr früh im Prozess mit potenziellen Kunden austauschen zu können. Dank der CES haben sich uns neue Wege eröffnet, denn die Unternehmen kommen mit ihren Problemen und fragen uns, ob unsere Lösung vielleicht für ihre Bedürfnisse angepasst werden kann.

Was hat Ihnen an der Arbeit von S-GE besonders gefallen?

S-GE bietet eine sehr gute Auswahl von Messen: z. B. die Medica in Deutschland oder die CES in Las Vegas. Sehr hilfreich waren auch die Vorbereitungen, die Tipps und Tricks, wie man sich und sein Produkt am besten präsentiert. Ausserdem ist der Pavilion selbst wirklich sehr schön. Sehr klar, in dunklen Farbtönen gehalten, der CES-Stand war wirklich eine sehr gute Bühne für die verschiedenen Technologien.

Wie gehen Sie bei Ihrer internationalen Expansion vor?

Wir gehen die Sache nicht Markt für Markt an, sondern wagen uns von Anfang an auf die Weltbühne. Wir sind ein B2B-Unternehmen. Unser Ziel ist es, grosse Konzerne von unserer Technologie zu überzeugen. Die wiederum bringen sie dann in die unterschiedlichen Märkte.

Über Esmeralda Megally, CEO von Xsensio SA

Nach einem MBA in den USA und einigen Jahren der Tätigkeit für einen speziell auf neue Technologien ausgerichteten amerikanischen Investitionsfonds wollte Esmeralda Megally einerseits nach Europa zurückkehren, sich aber auch selbstständig machen. Sie kontaktierte daher einen Professor der EPFL und schlug ihm vor, rund um diese Nanotechnologien, die Schnittstellen zu verschiedensten Branchen bieten, ein Unternehmen zu gründen. So entstand Xsensio 2014 auf dem Campus der EPFL. Schon bald wird das Unternehmen aber in neue Räume im Innovation Park ziehen.

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Dann wenden Sie sich an unseren Coach Bastien Bovy, der Starter bei ihrer Internationalisierung begleitet. Er wird Ihr Projekt gern mit Ihnen analysieren und Ihnen eine individuelle Betreuung anbieten.

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